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Die Hitze steht, sie sitzt, sie griemt durch den Saal, ich spiele mit den Lippen, doch das Laken tropft, das um mich hängt, es tropft und die Kakteen schwitzen, während ich im Staub sieche, unabsehbar, wie, unverstehbar, seit wann. Wo bin ich, das ist eine Frage anderer Zeiten, das Laken ist noch nicht schmutzig, denke ich, und wird nie schmutzig werden, es hängt um mich und tropft, doch ich bin noch nicht vollends gefallen, der Staub hüllt nur meine Knie ein, es ist noch nicht so weit, während die Wüste vorbei ist, denn Sand hat sich zu Staub zermalmt vor einer Weile, vermutlich, in dem ich also nicht sitze, sondern knie, siechend, aber keine Agonie in Sicht, sage ich, seit ich mir die Augen ausschnitt, es sind Augen gewesen, höre ich manche sagen, die Blick waren, seltene Augen, aber ich höre niemanden, ich habe nichts geschnitten, ich knie. Das Laken ist mir um die Brust gewickelt, wo mein Herz mir fehlt, seitdem ich blute, dass das Laken schwer wird, aber ich versteh es nicht, ich höre nur, wie es tropft, ich müsste doch auch längst trocken sein, müsste ich nicht, der Saal griemt vor Staub, oft ist es mir, als wäre ich noch, aber kurz nur, und dann spiele ich mit den Lippen, wie wenn noch Feuchte sei in der Zunge, das Laken liegt schwer auf meinen Schultern, umspannt meine Rippen und tropft, zugegeben, es fließt nicht aus ihm, es tropft nur, doch ist es so schon lange, ich höre es, ich lausche meinem Tropfen, es beruhigt mich, dass ich noch etwas höre, und ich frage mich, ob das Tropfen mit dem Hören aufhört, oder ob eines zuerst ausbleibt, vermutlich das Hören, denn aus mir kommt es ja, also müsste ich doch zuerst, oder, falls es je aufhört, falls. Es ist nicht Agonie, noch nicht, es ist nur Siechen im Saal, sein Staub ist fein, er tut nicht weh in den Knien, er würde nicht an ihnen haften, könnte ich sie heben, ja, dessen habe ich mich vergewissert im Kopf, es kann nicht anders sein, so sanft, wie er sich anfühlt, wenn ich ihn noch fühle, wenn ich mich fühle, das Laken hängt herab an mir, von meinen Schultern und Rippen gehalten, herab über meinen Unterleib bis zu meinen Schenkeln, an denen allen es klebt, ich müsste nackt sein, so müsste sich Nacktheit anfühlen, an der ein Laken klebt, das tropft in den Staub, das mich austropft, das mich warm austropft in die Hitze, ja, so müsste. Nur die Kakteen schwitzen noch, haben noch Wasser um zu schwitzen, sie schwitzen und es perlt herab an ihren harten Häuten, durch ihre Stachel, von denen es fällt, manchmal, dann spiele ich mit den Lippen, das griemt im Saal, dann, aber das ist nun lange nicht passiert mehr, zu lange nicht, fast vergesse ich schon, dass es passiert war einmal, ist es denn passiert je, dass eine Schweißperle vom Stachel eines Kaktus fällt, ein gänzlich anderer Klang, als wenn ich aus dem Laken tropfe, es ist nicht zu vergleichen, ich glaube, ich knie, ich glaube, da ist Staub, oder ist da nicht Staub, aber gibt es die Kakteen denn noch, gibt es denn einen Saal, aber die Hitze steht, ja, und das Laken tropft, doch, ich höre es, und ich sehe, beigen, die Hitze durch, meine Ohren, ich knie, das Laken klebt an meiner Hüfte, ich tropfe, ich finde meine Lippen nicht, die trockenen, doch tropfe ich, ja, ist da nicht Staub in meinem Mund, aber ich tropfe, wenn es keinen Staub mehr gibt, was liegt dann zwischen meinen Zähnen, aber das Laken klebt, das Laken klebt an meiner Nacktheit, das tut es doch noch, oder, an meiner Nacktheit, die tropft, die hineintropft in Hitze durch ein Laken, das warm ist, das sauber ist, das tropft, das klebt, das ich nicht verstehe –

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