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depression & Manie

sie bedürfen einander, unsere schönsten parasiten sind ungelingbare zwillinge. die bühnen glühen, es ist herbst, blüten bluten, gott kehrt seine asche zusammen (uns), mit seinen schultern, er spielt ascheengel, kehrt uns den rücken, — der bleibt rutig geschlagen!! Manie! Manie ist der schmerz, der wütet, der tiegel der schmelze, Manie ist nach außen zu streben, sprengveranlagung, ränderlecken, Manie ist, die eigenen horizonte in brand zu stecken, das eigene zum lodern zu bringen, feuer zu schüren im eigentum – manie ist nach der trockenzeit, ein alles-flammenherd, glühender parasit, danksucht. … doch depression? ist bitte. sie ergänzen sich gut, zehren sie zusammen am unwirtlichen wirt. depression ist höhlenflucht und darin graue gurrende taube taube, ist taube zärtliche knotige nackte triebe, ist bitte und großes auge und argwohn, ist sich im argen wähnen, wahrer wahn, empathie für sich, – moral. dann gibt es noch angst: sie bleibt nur begründet. Und es gibt dagegen sich abstützen, was alles ist, unabdingbare dinglose bedingung, bekörperung, befassung, greifbare bare des zusammen-halts ohne stoppschilder, grundlose unbegründbare basis, vertrauen. Darauf depression und Manie!: implosion und explosion. Manie flammt in abstracto, depression konkretisiert: depression ist taube, ist igel, depression ist ein embryo ohne mutter, Manie der nächste kindstot innen, ausgehöhlte schwangerschaft, — kurz: sie bedürfen einander, unsere schönsten parasiten.

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