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On an autonomous enlightenment

Autonomy is at least as unsuccessful in the West as in the rest of the world, if not more: in fact, the West is the extreme of heteronomity, since it introduced capitalism to the world; hence, the pursuit of autonomy and self-determination, this is emancipation, is not restricted to some special version of Enlightenment, and of course not to the West. Even more, with the postmodern paradigm shift, we are in a counter-enlightenment period (against autonomy and self-determination, thus, against the self, even against critique in general) that has, arguably, started in France (next to Greece, Italy and England probably the “prime Western” country) as a neo-idealistic (techno-)philosophy undermining the materialist philosophies of Existentialism and Marxism. Generally, the question of the left should not be “Western or not Western?” (for both, dominion and its most abstracted reality, capital, are not only to be found in the West) but “emancipation-seeking or not?”. If one wants to get to a radical conception of enlightenment, thereby divorcing it from its sole connection to European, especially to liberal history, thereby also being able to state that Europe is not enlightened, and that “the enlightenment” was not an epoch (in this way deconstructing European ideology) but was and is a “political” practice (against the Polis), enlightenment could be understood as emancipation from tragedy, this is as a project of self-determination (auto-nomy). A trans-liberalist, trans-Western, trans-capitalist, trans-modernist conception of the enlightenment then would be the project, shared by millions around the globe not only today but for centuries, perhaps for millenia, and mainly by the minorities subjugated by their respective time and Zeitgeist, an autonomous project against fate, against pre-determination. In this understanding, the fight against capitalism, against the automatic subject of techno-productivity, against the blind tendency of accumulating further (perpetuum mobile), is the prime fight of an autonomous or emancipatory enlightenment, an enlightenment by all the resisting people around the world, uniting to “enlighten” their respective cultures, poleis, and economies that all are lost in pre-history, or heteronomity.

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Wie auch

Sollte aus Himmeln

Etwas anderes fallen

Als brennende Vögel?

 

Es sind nur die einzig berechtigten Fragen,

die allerorten von selbst Beantwortung finden

ohne je gestellt worden zu sein,

die mich umtreiben, mich,

dem die Lippen vernäht sind.

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Die Hitze steht, sie sitzt, sie griemt durch den Saal, ich spiele mit den Lippen, doch das Laken tropft, das um mich hängt, es tropft und die Kakteen schwitzen, während ich im Staub sieche, unabsehbar, wie, unverstehbar, seit wann. Wo bin ich, das ist eine Frage anderer Zeiten, das Laken ist noch nicht schmutzig, denke ich, und wird nie schmutzig werden, es hängt um mich und tropft, doch ich bin noch nicht vollends gefallen, der Staub hüllt nur meine Knie ein, es ist noch nicht so weit, während die Wüste vorbei ist, denn Sand hat sich zu Staub zermalmt vor einer Weile, vermutlich, in dem ich also nicht sitze, sondern knie, siechend, aber keine Agonie in Sicht, sage ich, seit ich mir die Augen ausschnitt, es sind Augen gewesen, höre ich manche sagen, die Blick waren, seltene Augen, aber ich höre niemanden, ich habe nichts geschnitten, ich knie. Das Laken ist mir um die Brust gewickelt, wo mein Herz mir fehlt, seitdem ich blute, dass das Laken schwer wird, aber ich versteh es nicht, ich höre nur, wie es tropft, ich müsste doch auch längst trocken sein, müsste ich nicht, der Saal griemt vor Staub, oft ist es mir, als wäre ich noch, aber kurz nur, und dann spiele ich mit den Lippen, wie wenn noch Feuchte sei in der Zunge, das Laken liegt schwer auf meinen Schultern, umspannt meine Rippen und tropft, zugegeben, es fließt nicht aus ihm, es tropft nur, doch ist es so schon lange, ich höre es, ich lausche meinem Tropfen, es beruhigt mich, dass ich noch etwas höre, und ich frage mich, ob das Tropfen mit dem Hören aufhört, oder ob eines zuerst ausbleibt, vermutlich das Hören, denn aus mir kommt es ja, also müsste ich doch zuerst, oder, falls es je aufhört, falls. Es ist nicht Agonie, noch nicht, es ist nur Siechen im Saal, sein Staub ist fein, er tut nicht weh in den Knien, er würde nicht an ihnen haften, könnte ich sie heben, ja, dessen habe ich mich vergewissert im Kopf, es kann nicht anders sein, so sanft, wie er sich anfühlt, wenn ich ihn noch fühle, wenn ich mich fühle, das Laken hängt herab an mir, von meinen Schultern und Rippen gehalten, herab über meinen Unterleib bis zu meinen Schenkeln, an denen allen es klebt, ich müsste nackt sein, so müsste sich Nacktheit anfühlen, an der ein Laken klebt, das tropft in den Staub, das mich austropft, das mich warm austropft in die Hitze, ja, so müsste. Nur die Kakteen schwitzen noch, haben noch Wasser um zu schwitzen, sie schwitzen und es perlt herab an ihren harten Häuten, durch ihre Stachel, von denen es fällt, manchmal, dann spiele ich mit den Lippen, das griemt im Saal, dann, aber das ist nun lange nicht passiert mehr, zu lange nicht, fast vergesse ich schon, dass es passiert war einmal, ist es denn passiert je, dass eine Schweißperle vom Stachel eines Kaktus fällt, ein gänzlich anderer Klang, als wenn ich aus dem Laken tropfe, es ist nicht zu vergleichen, ich glaube, ich knie, ich glaube, da ist Staub, oder ist da nicht Staub, aber gibt es die Kakteen denn noch, gibt es denn einen Saal, aber die Hitze steht, ja, und das Laken tropft, doch, ich höre es, und ich sehe, beigen, die Hitze durch, meine Ohren, ich knie, das Laken klebt an meiner Hüfte, ich tropfe, ich finde meine Lippen nicht, die trockenen, doch tropfe ich, ja, ist da nicht Staub in meinem Mund, aber ich tropfe, wenn es keinen Staub mehr gibt, was liegt dann zwischen meinen Zähnen, aber das Laken klebt, das Laken klebt an meiner Nacktheit, das tut es doch noch, oder, an meiner Nacktheit, die tropft, die hineintropft in Hitze durch ein Laken, das warm ist, das sauber ist, das tropft, das klebt, das ich nicht verstehe –

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Alter der U-Bahn

(1)

Hat mehr Tage wagen müssen: dieser Mensch. Das macht ihn schön. Was er die Tage tat, hat ihn nicht glatt und damit hässlich gemacht. Vieles ging wohl nicht glatt. Zartes in einem harten Gesicht. Was geschah fiel ins Gewicht, ihm ins Gesicht.

(2)

Die drei Schwestern (jung, jünger, am jüngsten) sahen ihn und sah er anders aus? – Uneinordbare Blicke, aber keine bösen, keiner vielleicht, der aus ihnen Bilder machte, die schon in ihren Selfiekameras feststeckten; – seine Blicke vergegenwärtigen sie (– mal keine Vergewaltigung).

Neben ihm saß ein Mann mit Fahrrad, stand auf und schiebt sein Fahrrad los, ihm gegens Knie. Au. Ja, den fremden Schwestern zucken auch die Gesichtszüge, sie zucken sie, leiden mit: Er sah sie wie ein Mensch an und sie ihn dann auch – dann empathiefähig und selbstverständlich empathiewillens.

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Ab(ge)stoßen von der Aporie

Bitte schau‘ mich an. Was kann dieser Moment lösen, was verstehen? – Biographie mit Akzeptanz versehen. Auch mich dann. Leicht zu schreiben: in den Anfang gehen. Tanzen! Gewöhnlich dürfen mir die Gewöhnlichen zusehen beim Wohnen: mein Wohnen besteht auch aus Tanzen, schaut an das außergewöhnlich ganze, als richtig erkannte Handeln an mir (Handeln ist eine Richtung, insofern richtig, wie es mich in Anfang kleidet). Hing im Leiden hier (– im Moment schockiert mich das Wort Student, erinnert mich an matte Morgen voller Sonnenlichter). Negieren wir den Trend und wählen Richtung.

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Auf der Suche nach dem ertrunkenen Lot (I-III)

Auf der Suche nach dem ertrunkenen Lot (I)

Saurer Kitzel des Beils im Zenit. Die Granate perfektioniert sich im Staubland. Was sich da abzweigt war ein Gerinnsel. Was aber blitzt, ist Stachel im Glatteis. Im Sumpf wüstet Sonne. Einwärts ins wahnsinnige Brachland bricht Feld. Etwas hängt exakt in der Mitte. Wenn die Lähmung aussetzt, setz dich, verharre. Weide die Weide aus: es ist noch zu holen, wo gelassen wird. Dann erst atme Vakuum aus. Unsere Gangart scheint Bühne vor Hunden. Sich ergeben wäre ergiebig, doch Liebster! Scheitere lieber.

 

Auf der Suche nach dem ertrunkenen Lot (II)

Die unfassbare Erhabenheit des Hässlichen. Du Allumfassung des Ungeschickten: schicksallos, schrankenlos, ein Meer. Leben ist Zucken der letzten Kreatur. In wessen Ohr verenden die Rufe nach Anfang. Versandung der Augen nach urfasslicher Alterung von Asche. Ein Klecks aus Versehen: das Ende der Welt. Quellen sind unheimlich: kein Heim im Ursprung. Alles gewiss unendlich fragil: alles getaucht hinein in die schöne Hülle der Ungewissheit. Harnisch von Verharrung. Umgekehrtes Fallen. Doch trotz allem: im Monat Mohn pflückten wir uns.

 

Auf der Suche nach dem ertrunkenen Lot (III)

Abbruch des Lieds. Ziehen, an dem ein Strang hängt. Hinter den Ohren sitzt Schlaf. Trotzende Schläfenspanne. Tränenbeladener Jochbogen, arc de triomphe, Sternzusammenfuhr der Himmelswagen, regnerischer Abend. Wange wie Wasser, das tausendfach auf Abgrund liegt. Des Kiefers Schneide die Scherbe, die ankert über den Gründen der Schulter. So fortsprachbar. Doch zwischen den Kontintentalplattenbrauen Wachstum von Berg. Unverträgliches Tragen der Stirn. Klarsicht ist Folie aufs Schauen gelegt zur Verbindung. Das Auge die Wunde. Die Narbe der Durchblick. Die Blindheit nicht Heilung. Aufbruch von Lid.

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